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18/04/2011 14:50
von: DAM2011eingestellt am: 19/01/2011, letzte Änderung: 20/01/2011 17:15
Anzahl der Beiträge: 1
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Hier stand ein Beitrag, der für einen öko-Energie-Fonds werben sollte. Ich
von: Tibet Neuseleingestellt am: 20/01/2011 17:15
Hier stand ein Beitrag, der für einen öko-Energie-Fonds werben sollte. Ich habe ihn gelöscht, weil ich hier keinen Platz für Werbung sehe.
Ich habe mir aber trotzdem die Mühe gemacht und einige Informationen zu dem Fond, den ich jetzt nicht nenne, eingeholt. Ohne dass ich eine tiefgreifende Analyse durchgeführt hätte, stoßen einige Punkte unangenehm auf, wenn man aus Anlegersicht an die Sache herangeht:
Die wesentlichen Entscheidungen werden auf Gesellschafterversammlungen getroffen. Das ist normal und sollte auch so sein.
Dort kann sich der Anleger nur durch Personen vertreten lassen, die zur Berufsverschwiegenheit verpflichtet sind, also zB Anwälte. D.h. der Anleger kann entweder selbst nach Bremen fahren oder er kann seinem Anwalt einen Tagessatz in den Rachen werfen. Das ist überhaupt nicht normal und gut. Der Anleger sollte selbst entscheiden könne, durch wen er seine Rechte wahr nehmen lässt.
Die Versammlungen finden in Bremen statt, das ist für die allermeisten Anleger in Deutschland ein weiter Weg. Und der Ort leuchtet auch nicht ein, da die Anlegen doch in Mannheim stehen sollen.
Wenn ein Anleger eine außerordentliche Gesellschafterversammlung beantragen möchte, zB weil der Fonds problematisch verläuft, braucht er 10 % der Gesellschafter auf seiner Seite. Die kennt er aber gar nicht. Und der Treuhandkommanditist gibt ihm die Adressen nicht heraus, denn das steht so im Treuhandvertrag, (was übrigens auch rechtswidrig ist.)
Und selbst wenn es gelingt, eine außerordentliche GV einzuberufen, ist sie nur beschlussfähig, wenn Treuhandkommanditist und Komplementär anwesend sind. Die beiden, die ja fest in der Hand des Anbieterseite sind, können die Versammlung einfach durch Abwesenheit platzen lassen.
Dass ein Beirat nicht existiert, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.
Übrigens scheint es auch noch keinen technischen Betreiber für die Anlagen zu geben.
Noch Fragen? Ich würde mein Geld lieber in einen Investmentfond legen. Dort bin ich zwar auch entmündigt, aber den kann wenigstens wieder verkaufen.
Oder anders: Nachhaltigkeit ist ja eine schöne Sache, aber Anlegerrechte sind das auch. Wer systematisch die Anleger in ihren Informations- und Handlungsmöglichkeiten beschneidet, der setzt sich nun mal dem Verdacht aus, es nicht ehrlich zu meinen. Verträge benötigt man für den Fall, dass etwas schief geht. Wenn der Fonds bombig läuft, sind alle froh. Aber was, wenn nicht? Dann muss man handeln. Und zwar muss der Anleger handeln, denn er ist der Unternehmer (auch wenn sich lt. Prospekt das der Initiator da nicht ganz sicher ist-das ist doch auch ein Treppenwitz.) Und das versucht man hier zu verhindern. Und deshalb spielt es aus meiner Sicht auch keine Rolle, dass der Fonds ist eine sinnvolle Technologie investieren möchte. So long und good by.