Der Akti­ons­bund Akti­ver Anle­ger­schutz e.V. rät drin­gend zur Interessensbündelung!

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Im Febru­ar 2009 und 2010 wur­den der HC „Kri­sen-Gewin­ner“ und der HC “Kri­sen-Gewin­ner II” als anti­zy­kli­sche „Blindpool“-Schiffsfonds auf­ge­legt. Ziel­set­zung war, die Schiff­fahrts­kri­se als Chan­ce für hohe Ren­di­ten zu nut­zen. Die Fonds sam­mel­ten bis zur Fonds­schlie­ßung mehr als 80 Mio. Euro Eigen­ka­pi­tal bei knapp 2.300 Anle­gern ein.

Unser Vor­stands­vor­sit­zen­der, Tho­mas Lip­pert, hat ges­tern Abend an der von Herrn Tes­dor­pf initi­ier­ten Tele­fon­kon­fe­renz um 19 Uhr teil­ge­nom­men und die aus sei­ner Sicht zunächst rich­ti­ge Vor­ge­hens­wei­se skizziert:

Aktu­ell wer­den Sie auf­ge­for­dert, den von Ihnen mit der Treu­hand­ge­sell­schaft (IMM Finan­cial Ser­vices GmbH & Co. KG) abge­schlos­se­nen Treu­hand­ver­trag zu kündigen.

Da die gekün­dig­ten Treu­hand­ver­hält­nis­se dann prak­tisch im luft­lee­ren Raum ste­hen, weil kei­ne Alter­na­ti­ve vor­ge­schla­gen wur­de, befürch­ten wir, dass die mit 2.300 Anle­gern ziem­lich gro­ßen Kri­sen-Gewin­ner-Fonds bei einer Viel­zahl von Kün­di­gun­gen hand­lungs­un­fä­hig wer­den könn­ten. Wir sind gene­rell nicht dafür, Ver­trags­ver­hält­nis­se zu been­den, ohne dass eine Fort­füh­rung der Auf­ga­ben bereits ver­trag­lich und gesell­schafts­ver­trag­lich gere­gelt ist.

Dar­über hin­aus sieht es der­zeit nach einer „Schlamm­schlacht“ aus. Wich­tig ist daher die Ein­be­ru­fung einer außer­or­dent­li­chen Prä­senz­ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung – und zwar schnellst­mög­lich, auf der zum einen die gegen­sei­ti­gen Vor­wür­fe dis­ku­tiert und erör­tert und nach Mög­lich­keit geklärt wer­den kön­nen, zum ande­ren über die wei­te­ren ver­trag­li­chen Ver­hält­nis­se in den Fonds Beschluss gefasst wer­den kann. Zur Ein­be­ru­fung sind 25 % des jewei­li­gen Gesamt­ka­pi­tals erfor­der­lich (vgl. § 10 Abs. 2 der Gesell­schafts­ver­trä­ge bei­der Fonds). Wir wer­den uns dar­um bemü­hen, die­se Stim­men­pa­ke­te so schnell wie mög­lich zu sammeln.

§ 10 Abs. 7 der Gesell­schafts­ver­trä­ge lau­tet: „Jeder Kom­man­di­tist ist berech­tigt, sich in der Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung durch eine mit schrift­li­cher Voll­macht ver­se­he­ne Per­son ver­tre­ten zu las­sen. Eine sol­che Voll­macht kann jedoch nur wirk­sam Ver­wand­ten ers­ten Gra­des und in häus­li­cher, ehe­ähn­li­cher Gemein­schaft leben­den Per­so­nen, einem zur beruf­li­chen Schwei­ge­pflicht ver­pflich­te­ten Ange­hö­ri­gen eines rechtswirtschafts‑, oder steu­er­be­ra­ten­den Beru­fes oder einem Ver­mitt­ler der Kom­man­dit­ein­la­ge an der Gesell­schaft erteilt werden.“

Das bedeu­tet, dass die Voll­macht zur Ein­be­ru­fung einer Ver­samm­lung for­mal nicht auf den AAA lau­ten darf. Zur Bün­de­lung der Anle­ger­inter­es­sen fügen wir Ihnen daher eine Voll­macht auf Herrn Rechts­an­walt Dr. Wolf­gang Schirp (Kanz­lei Schirp Neu­sel & Part­ner) bei; von die­ser Kanz­lei wird der AAA lau­fend bera­ten, so auch hier im wei­te­ren Vor­ge­hen. Die Ertei­lung der Voll­macht ist kos­ten­frei und kann jeder­zeit wider­ru­fen wer­den. Bit­te sen­den Sie die Voll­macht für Ihre HC „Kri­sen-Gewin­ner-Betei­li­gung“ aus­ge­füllt und unter­zeich­net per Fax an: 030–315 193 420 oder per Scan an: service@aktionsbund.de. Die Rück­sen­dung im Ori­gi­nal an den AAA, Heer­stra­ße 2, 14052 Ber­lin ist selbst­ver­ständ­lich auch möglich.

Wir wer­den die Bün­de­lung der Anle­ger­inter­es­sen mit wei­te­ren akti­ven Anle­ger­grup­pen koor­di­nie­ren und ver­su­chen, schnellst­mög­lich das Quo­rum von 25 % zu errei­chen. Bit­te unter­stüt­zen Sie uns, es geht um Ihr ein­ge­setz­tes Kapi­tal! Jede Voll­macht zählt!

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