Der Akti­ons­bund Akti­ver Anle­ger­schutz hat bei der Staats­an­walt­schaft Ham­burg Straf­an­zei­ge gegen die ehe­ma­li­gen Geschäfts­füh­rer und Gesell­schaf­ter der MCE-Grup­pe Hol­ger Dahm und Niko­las Dier­kes und sepa­rat gegen Chris­toph Dahm, den ehe­ma­li­gen Geschäfts­füh­rer der MCE Treu­hand, erstattet.

In der Straf­an­zei­ge wird Hol­ger Dahm und Niko­las Dier­kes Untreue im Zusam­men­hang mit dem Erwerb von Antei­len an Schiffs­ge­sell­schaf­ten für die Fonds vor­ge­wor­fen. So haben bei­spiels­wei­se die MCE-Fonds alle Antei­le an der MCE MS „Cen­tau­rus“ erwor­ben und einen Ver­lust von knapp 17 Mio. Euro erlit­ten, als das Schiff nach weni­gen Mona­ten wie­der ver­kauft wurde.

Im Fall des Erwerbs von Antei­len an der MCE MS „Andro­me­da“ haben die Fonds gleich­falls das gesam­te Eigen­ka­pi­tal der Schiffs­ge­sell­schaft über­nom­men und fort­an nur Ver­lus­te rea­li­siert. Ins­ge­samt 13,76 Mio. USD Eigen­ka­pi­tal wur­den hier versenkt.
Beree­de­rt wur­den die bei­den Bul­ker die­ser Schiffs­ge­sell­schaf­ten, die Trans Hang­zhou und die Trans Nan­jing, jeweils von der zur Dr. Karl-Heinz Krä­mer-Grup­pe gehö­ren­den Che­mi­ka­li­en See­trans­port. Wir ver­mu­ten, dass die zur Hoch­zeit des Mark­tes bestell­ten Schif­fe bei Ablie­fe­rung mit­ten in der Kri­se viel zu teu­er waren und die Fonds zum Aus­gleich her­hal­ten mussten.

Wei­te­rer Gegen­stand der Straf­an­zei­ge ist der Erwerb von Antei­len an der „Vik­to­ria Wul­ff“. Das Schiff befand sich bereits mit­ten in der Kri­se, als die Fonds ins­ge­samt 12,7 Mio. Euro Eigen­ka­pi­tal über­nom­men haben. 2016 hat die Schiffs­ge­sell­schaft Insol­venz angemeldet.
Nicht zuletzt haben die MCE-Fonds bei der als „Pri­va­te Pla­ce­ment“ auf­ge­leg­ten „ZIM Onta­rio“ der Con­ti-Grup­pe 5 Mio. Euro Eigen­ka­pi­tal über­nom­men, das gleich­falls ver­lo­ren ist.
Alle Erwerbs­vor­gän­ge wider­spra­chen den pro­spek­tier­ten Ankaufs­kri­te­ri­en. Die Fonds soll­ten sich nur an Schiffs­ge­sell­schaf­ten mit weit­ge­hen­der Ent­schul­dung und lang­fris­ti­gem Char­ter­ver­trag beteiligen.

Die Straf­an­zei­ge gegen Chris­toph Dahm basiert auf den Auf­for­de­run­gen der von ihm geführ­ten MCE Treu­hand zur Aus­schüt­tungs­rück­zah­lung. Anfang 2017 hat die MCE Treu­hand die Anle­ger vier­mal hin­ter-ein­an­der nach­drück­lich zur Zah­lung auf­ge­for­dert. Das Geld soll­te aber nur ver­wen­det wer­den, wenn die insol­venz­freie Liqui­da­ti­on der Fonds sicher­ge­stellt sei. Das Geld wur­de ver­wen­det, die Fonds befin­den sich seit Dezem­ber im vor­läu­fi­gen Insolvenzverfahren.

Wir haben bereits Kon­takt zu den vor­läu­fi­gen Ver­wal­tern auf­ge­nom­men und die­se über unse­re Recher­che­er­geb­nis­se unter­rich­tet, damit auch mög­lichst schnell die Fonds selbst Ansprü­che gegen ihre Geschäfts­füh­rer gel­tend machen.

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